Betriebliches-Energie-Programm

Betriebliches-Energie-Programm

Im Frühjahr 2017 wurde die überarbeitete Landesenergiestrategie „Energie-Leitregion OÖ 2050“ präsentiert. Die Vision dieser Strategie ist, Oberösterreich als internationale Energie-Leitregion zu etablieren in Bezug auf die Verbesserung der Energieeffizienz, in der Anwen-dung neuer Technologien sowie als internationaler Technologieführer in ausgewählten Kernbereichen der Energie- und Umwelttechnologie.

Mit diesem Betrieblichen-Energie-Programm (BEP) soll diese Vision nachhaltig realisiert und gleichzeitig oö. Betriebe in ihrer energieeffizienten Entwicklung unterstützt werden.


Die Energieberatung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Energiekosten zu senken und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die BeraterInnen erarbeiten maßgeschneiderte Vorschläge für alle Themenstellungen rund um Energieeffizienz-Steigerung bei Gebäuden und Prozessen. Sie erstellen Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz innovativer Technologien und erneuerbarer Energien in Unternehmen.

Worum geht es bei der Energieberatung?

Mit steigenden Betriebskosten interessieren sich immer mehr Unternehmen aller Größen und Branchen dafür, wie sie diesen Kostendruck reduzieren und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Der Energiesparverband des Landes OÖ bietet produkt- und firmenunabhängige Beratungen, die auf die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten sind.
Die Berater erarbeiten maßgeschneiderte Vorschläge für alle Themenstellungen rund um Energieeffizienz-Steigerung bei Gebäuden und Prozessen. Sie erstellen Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz innovativer Technologien und erneuerbarer Energien in Unternehmen.

Oft werden bei der Beratung folgende Aspekte angesprochen:

  1. Optimierung der Ist-Situation, Senkung der laufenden Energiekosten
  2. Nutzung neuer Technologien und erneuerbare Energie
  3. Wirtschaftlichkeit - in welcher Zeit rechnet sich die Investition?
  4. Energieförderungen von Land/Bund für Energieeffizienz und erneuerbare Energien


Wer macht die Beratung und wo findet Sie statt?
Die Unternehmensenergieberatung wird von erfahrenen BeraterInnen durchgeführt, die seit vielen Jahren produkt- und firmenunabhängige Beratungen für den OÖ Energiesparverband durchführen. Die BeraterInnen sind auch Experten für die entsprechenden Förderungen in diesem Bereich. Die Beratung findet vor Ort in Ihrem Unternehmen statt.


Was kostet die Energieberatung?
Die Beratung des OÖ Energiesparverbandes wird zu 75 % vom Land OÖ und dem Bund gefördert (de-minimis-Förderung), für das Unternehmen entsteht für die Grundberatung ein Selbstbehalt in der Höhe von max. 400 Euro (netto).


Welchen Umfang hat die Energieberatung?
Die Grundberatung umfasst zwei Beratertage, von denen der/die EnergieberaterInnen üblicherweise einige Zeit in Ihrem Unternehmen verbringt. In speziellen Fällen ist eine weiterführende Detailberatung möglich.


Wer kann die Energieberatung in Anspruch nehmen?
Alle Unternehmen mit Sitz in Oberösterreich sind herzlich eingeladen, an dieser Beratungsaktion teilzunehmen!


Wie komme ich zu einer Energieberatung?
Die Energieberatung kann unkompliziert beim OÖ Energiesparverband angefordert werden. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns ein eMail (T: 0732/7720-14389, E: office@esv.or.at). Einer unserer EnergieberaterInnen setzt sich dann zur Terminvereinbarung mit Ihnen in Verbindung.


Was wird gefördert?

A)    Energieberatung im Rahmen der Betrieblichen Umweltoffensive:
Im Rahmen der betrieblichen Umweltoffensive (BUO) bieten das Land Oberösterreich und sein Partner, der OÖ Energiesparverband, geförderte Energie-Beratungsleistungen für Betriebe an.
 

B)    Energetische Optimierung bestehender erneuerbarer Energiegewinnungsanlagen:
Alte Anlagen arbeiten oft ineffizient und sind falsch eingestellt. Eine optimierte Regelung ermöglicht oft schon eine beachtliche Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Energiekosten. Dabei sollte das gesamte System von Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübertragung mit allen zugehörigen Komponenten berücksichtigt werden, also auch die Umwälzpumpen, die Wärmeverteilung, die Regeleinrichtungen sowie die Hydraulik der Anlage.

Liegt die Inbetriebnahme einer erneuerbaren Energiegewinnungsanlage (Wärmeerzeuger) (Pkt. ABCD) bereits über fünf Jahre zurück; jedoch nicht länger als 15 Jahre, kann für

  • Fernwärmeanschlüsse
  • Biomasseheizanlagen
  • Thermische Solaranlagen und
  • Wärmepumpen für
    • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs;
    • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem auf Basis der Heizlastberechnung (z. B. Heizungspumpentausch, die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumreglern; für Maßnahmen auf der Heizungs-Sekundärseite gilt die Altersbegrenzung 5-15 Jahre nicht);
    • die Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders oder die Nachrüstung einer Einrichtung zur Brennwertnutzung;
    • den einmaligen Qualitätscheck bei Wärmepumpen frühestens nach Ablauf von zwei Jahren nach der Inbetriebnahme, bei dem ein Vergleich der berechneten mit den im Betrieb tatsächlich erreichten Jahresarbeitszahlen erfolgt und in Abhängigkeit vom Resultat Maßnahmen zur Optimierung vorgeschlagen oder durchgeführt werden;

eine Förderung beantragt werden.
 

C)    Luftdichtheitsmessungen (Blower-Door-Test) inkl. Leckagen-Ortung für Hallen mit besonders hohen Dichtheitsanforderungen für z. B.

  • Industriehallen, Bürogebäude, Kühlhäuser,
  • Tiefkühlhallen, Logistikhallen etc.
     

D)    Lastgangmessung für ein verbessertes Lastgangmanagement:
Energiemessungen sind die Grundlage für eine erfolgreiche Energieoptimierung. Wenn dadurch bekannt ist, wo, wann und in welcher Menge Energie verbraucht wird, können Schwachstellen aufgedeckt und Einsparpotenziale erkannt werden. Das ist die Basis für ein effizientes Lastmanagement und die Erhöhung der Energieeffizienz. Aufgrund dieser Überlegungen wird

  • die Errichtung von Messeinrichtungen, mit denen Energielastgänge in Echtzeit erfasst und dargestellt werden können, um daraus Maßnahmen ableiten zu können, gefördert. Dies gilt insbesondere für die Energieträger Strom, Gas und Wärme/Kälte (inkl. allfälliger Nebendaten wie z. B. Temperaturen, Volumenströme), auch die Lastgangmessungen für die Optimierung von PV-Eigenverbrauchsanlagen.

Details

Details Fördergegenstand A:
Energieberatung im Rahmen der betrieblichen Umweltoffensive:

  • Förderhöhe:
    Fördersatz: 75% der Beratungskosten, für das Unternehmen entsteht ein Selbstbehalt in der Höhe von maximal 400 Euro (netto)
     
  • Zielgruppe:
    sind alle Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätige Organisationen. Darüber hinaus können auch Vereine und konfessionelle Einrichtungen diese Beratung in Anspruch nehmen.
     

Details zum Fördergegenstand B:
Energetische Optimierung bestehender erneuerbarer Energiegewinnungsanlagen

  • Förderhöhe:
    50 % der anrechenbaren Kosten (netto), maximal 3.000 Euro
     
  • Wichtig:
    Die Umsetzung des Projektes bzw. die Abrechnung der Anlage hat bis maximal sechs Monate nach der politischen Förderzusage zu erfolgen – es gilt das Rechnungsdatum.
     

Details zum Fördergegenstand C:
Luftdichtheitsmessungen (Blower-Door-Test) inkl. Leckagen-Ortung für Hallen mit besonders hohen Dichtheitsanforderungen

  • Förderhöhe:
    50 % der anrechenbaren Kosten (netto), maximal 3.000 Euro
     

Details zum Fördergegenstand D:
Lastgangmessung für ein verbessertes Lastgangmanagement

  • Förderhöhe:
    50 % der anrechenbaren Kosten (netto), maximal 3.000 Euro
     
  • Wichtig:
    • Die Energielastgänge müssen in Echtzeit erfasst werden können.
    • Messkonzepte werden nur im Zusammenhang mit der Errichtung einer Messeinrichtung gefördert.
    • Die Datenauswertung und grafische Darstellung muss mit Standardsoftware möglich sein und muss regelmäßig erfolgen.-Energie-Programm (BEP) soll diese Vision nachhaltig realisiert und gleichzeitig oö. Betriebe in ihrer energieeffizienten Entwicklung unterstützt werden.

Laufzeit

bis 30. Juni 2022 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel


Wo erfolgt die Antragstellung?


Weitere Information

Land OÖ, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft,  Abteilung Umweltschutz:
T: 0732-7720-145 01

Energiesparverband OÖ
Landstraße 45
​​​​​​​A-4020 Linz

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Kontakt

0732 / 7720-14380

oder per Mail cleantech-cluster(at)esv.or.at​​​​​​​